Gröberner See (2026)

Im Rahmen der Iron Lake Challenge Sachsen-Anhalt umrundete ich am 7. Januar 2026 den Gröbener See. Den Bahnhof in Gräfenhainichen erreicht man mit der S2 direkt von Leipzig aus. Diesmal bin ich auch so gefahren. Am 1. Januar war ich bereits an diesem Bahnhof, bei der Umrundung des Gremminer Sees. Kurz nach 14:00 Uhr stieg ich also aus dem Zug und ging auch gleich los.

Die Strecke hatte ich vorher mit Trackbook.online zusammengebaut. Die Straßen waren eher unangenehm zu laufen, nicht die günstigste Planung. Es ging zuerst an der Jösigkstraße und dann 400 Meter an der B107 entlang, bevor ein Wanderweg direkt zum See abbiegt. Im Winter ist zu dieser Zeit die Sonne schon am Untergehen. Aber das Licht reichte noch für ein paar Bilder mit schönen Farben. Denn See habe ich bereits bei einem Splash-Besuch im Jahr 2013 mit dem Rad umrundet. Diesmal stapfte ich durch den Schnee.

Damals übernachtete ich in einem Hotel in Gröbern. Dahin lief ich nun. Der Gröbener See entstand ab 2001 als Flutung des Restlochs des Tagebaus Gröbern. Die Grube gehörte zum Bitterfelder Braunkohlenrevier. Der Tagebau wurde 1993 stillgelegt. Seitdem gibt es nebenan einen Windpark. Am 8. Juni 1987 wurden darin die Überreste eines etwa 120000 Jahre alten Europäischen Waldelephanten gefunden. Auch vor 13 Jahren stand bereits das Schild am Wegesrand und die Knochen waren im Museum in Halle.

27 Feuersteinabschläge, die sich zwischen den Elephantenknochen fanden, sowie die unnatürliche Verlagerung eines Stoßzahnes und etlicher großer Knochen waren Spuren der Zerlegung von Menschenhand. Die Urmenschen haben Elephanten-Steak gefuttert und die Reste einfach liegengelassen. Bei der Umrundung 2013 dachte ich, man hätte ja wenigstens das Modell eines Elephanten aufstellen können.

Dann kommt auch schon der markante Turm des alten Heizhauses Gröbern in Sicht. Gleich daneben ist der Sitz von der Blausee GmbH. Diese gehört wie Blauforst und Blauwasser zur Unternehmensgruppe Merckle und ist Eigentümerin des Sees. Weitere Seen die Blausee gehören: Gremminer See, Goitzschesee, Hainer See und Zwenkauer See. Mmh, da weiss ich nicht, was ich davon halten soll.

2013 gab es in Gröbern nur einen Findlingsgarten. Heute steht dort das vor zehn Jahren eröffnete 4-Sterne-Ressort von Blauwasser. Neben den Hotelzimmern, kann man Ferienhäuser mieten oder mit Camper anreisen. Außerdem das Modell eines Waldelephanten. Dann ging es auf der anderen Seite des See zurück in Richtung Gräfenhainichen. Dort liegt auch eine kleine Halbinsel, jedoch mit Betretungsverbot.

Hier gab es noch richtigen Neuschnee mit ca. 5-10cm und sogar eine Loipe. Ich schaffte keine 5 km/h, wegen des Schnees, hatte aber auch genug Zeit, denn der Zug kommt nur stündlich in Gräfenhainichen. Es gab noch einige schöne Ausblicke auf den See. Schließlich fand ich noch eine Rohrleitung und eine Pumpe. Hier kann Wasser zum Furthmühlenbach gepumpt werden, der in die Elbe entwässert. Ein Art Abfluss. Der Wanderweg führte nun entlang der Bahnstrecke Bitterfeld-Wittenberg. Da war ich bei der Anreise entlang gefahren.

So kam ich zu einer kleinen Bank und war wieder in Gräfenhainichen. Auf einer völlig vereisten Straße ging es dann zum Bahnhof. Dort trank ich noch ein bisschen heißen Tee aus der Thermosflasche und musste dann noch 20 Minuten auf den verspäteten Zug, die S-Bahn S8, warten. In Bitterfeld stieg ich in den ebenfalls verspäteten RE13 um und kam dann gegen 18:00 Uhr wieder in Leipzig an.

Alle von mir umrundeten Seen findet ihr unter Iron Lake Challenge Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen und andere Challenges unter rockyourgoal.de.

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