Wolfsmond-Marsch am Brombachsee
Am 3. Januar 2026 brach ich mit dem ICE und der RB16 nach Pleinfeld auf. Der ICE hatte Verspätung und so verpasste ich die RB, der auch schon verspätet war, um eine Minute. Nach fast einer Stunde am Bahnsteig, dann mit der nächsten RB nach Pleinfeld. So kam ich dann nur 20 Minuten vor Marschbeginn am Hotel an. Schnell eingeloggt, umgezogen und dann, 15:45 Uhr, begann schon das Meeting.



Leider stand ich im Treppenhaus und habe den Vortrag von Michael Snehotta, dem bekannten Ultralangstreckenläufer und Kopf hinter Seenland.Events, nicht gehört. Aber das ist ja nicht mein erster Nachtmarsch. 16:00 Uhr gab es dann den Start der 120 Teilnehmer. Es gab keinerlei Markierungen auf der Strecke, der Veranstalter hatte auf Komoot verwiesen. Ich hatte die Gemyse-Winterjacke und die Skihosen an, das war dann stellenweise viel zu warm.



Vom Start ging es erstmal durch den Wald zum Brombachsee. Größtenteils lag frischer Schnee. Nur an einigen Stellen gab es überschneites Eis. Der Große Brombachsee ist eine Talsperre, von der wir den Erddamm von 1,7 Kilometer Länge, der den Brombach staut, überquerten. Am Ausbaubauwerk gibt es auch Turbinen zur Stromerzeugung, die ich aber nicht von oben gesehen habe.



Am Ende des Hauptdamms liegt die Burning Beach bei Allmannsdorf. Burning Beach ist auch der Name eines jährlich stattfindenden Electronic-Festivals mit House, Techno und Goa. Dann folgten schon die ersten 100 Höhenmeter, der insgesamt 400 Höhenmeter. Aber gleich mit einem namenlosen Berg zwischen Höhe und Hasenbühl. Erst einen Single-Trail und dann die Straße hinauf. Ich habe wieder peinlich herumgejapst. Ja, Berge machen „Spaß“.



Bergab auf einem Serpentinenweg. Dann wurde es Zeit für die Kopflampe. Es folgten Ottmannsdorf und Enderndorf am See. Am dortigen Denkmal der Mühlen, das mir eine unscharfe Nachtaufnahme bescherte, begann dann der Igelsbachsee. Auf dem Weg zum VP 1, kurz nach dem Gänsbach, schwatzte ich mit einer Mitwanderin. Es schneite leicht. Am VP 1 futterte ich zwei Kekse und trank den mitgebrachten Tee aus den beiden kleinen Thermosflaschen, die ich mir für diese Wintersaison gekauft habe.



Wir überquerten die Stauwurzel des Igelbachsees auf einem Damm. Dann ging es zurück auf der östlichen Seite des Igelbachsees zurück zum Brombachsee. Bei Seespitz folgte dann der Kleine Brombachsee. Silent Hiking über Absberg bis zum VP 2 in Langlau. Hier folgte nun der Inhalt der zweiten Thermoskanne und ich musste mich mal hinsetzen. Nach drei Minuten wurde es aber zu kalt. Außerdem zwei Spekulatius.



Die letzten zehn Kilometer. Ich fotografierte den Wolfsmond. Als Wolfsmond bezeichnet man den ersten Vollmond im Januar (manche sagen aus Eismond). Am 3. Januar 2026 erreichte der Mond seinen erdnächsten Punkt mit einer Distanz von etwa 362.312 Kilometern. Dadurch erscheint er am Himmel größer und heller als ein normaler Vollmond. Übrigen wenn Der Dunkle Turm zu sehen ist, sind die Wölfe Roboter.



Ansich hatte der Brombachsee aber keine Wolfsprobleme, dafür Welsprobleme. Auf einen hatte sogar die Polizei geschossen, aber ein paar Angler mussten dann den 90-Kilo-Fisch fangen. Der Problem-Wels brauchte dann noch 120 Menschen um verspeist zu werden. Der letzte Berg gab mir dann den Rest. Beim Abstieg war ich dann froh, das wir die Strecke nicht andersherum gelaufen sind. Der Abstieg war auch sehr gefährlich. Volle Festbeleuchtung an der Stirnlampe.


Endlich einen Kilometer weiter und nach insgesamt 32,8 Kilometern im Ziel. 6:17 Stunden, also 5,2 km/h. Medaille und Dusche. Am nächsten Tag fuhr ich zurück nach Leipzig. Diesmal mit einem ICE Sprinter über Halle. Zu meinem Urlaub Ende Januar werde ich zum Yeti Trail wieder in Pleinfeld sein.
Video von SeenLand_Events.