Da mein Urlaub erst am Sonnabend früh beginnen sollte, suchte ich für Sonntag, den 26.4.2026, eine Wanderveranstaltung. Ich fand den Power-Marsch Würzburg, veranstaltet vom LIFESTYLE Fitneßstudio, welches 1995 vom Ehepaar Schweighöfer gegründet wurde. Der Veranstalter macht auch „Rock the Race“ (ein Cross-Hindernislauf) und den „Würzburg Triathlon“. Von der Anmeldegebühr gehen drei Euro an World Bicycle Relief (Fahrräder für Kinder in Afrika).



Nach Würzburg kam ich am Vortag nach nur wenigen Stunden Schlaf mit dem ICE bis Bamberg und dann weiter mit dem RE54. Hotel von B&B ohne Frühstück, da die Zeit früh nicht gereicht hätte. Dafür hatte das Hotel einen Kaffeeautomaten. Früh ging es mit einer Tasse des Getränkes erstmal einen Kilometer zum Fitneßstudio. Dort gab es eine Startnummer mit Transponder. Ansprache des Veranstalters und dann auf zum Start.



Zuerst startete der einzelne Inline-Skater. Dann starteten die 64 50-Kilometer-Wanderer und noch ein paar Minuten später die 102 25-Kilometer-Wanderer. Ich hatte mich für die 50-Kilometer-Strecke entschieden. Dabei ging es 25 Kilometer den Main nach Norden und dann einfach zurück. Aber erstmal ging es direkt zu den Mainwiesen, wo dann am Abend eine Grillparty stattfand, und weiter mainabwärts.



Nach kurzer Zeit folgte das Kloster Oberzell welches 1128 gegründet wurde. Dort gab es auch die Klosterkirche St. Michael und eine Montessori-Schule. Nach fünf Kilometern folgte die Maintalbrücke Veitshöchheim, eine Schnellfahrstrecke der DB mit über 100 Fernzügen, die da bis 280 km/h rasen dürfen. Die Brücke wurde ab 1985 im Taktschiebeverfahren errichtet. Darunter war der erste VP, an dem ich allerdings vorbei lief.



Da keine relevanten Höhenmeter zu erwarten waren, wurde insgesamt recht schnell gelaufen. So knapp unter 6 km/h. Ohne Frühstück wurde dies dann etwas anstrengend und ich wurde schon von den schnellsten 25ern eingeholt. Dann kam der VP 2 am Schwimmbad in Zellingen. Dort gab es Kuchen, eine Banane, Cola und eine kleine Pause. Das habe ich auch gebraucht. Ein Viertel rum und weiter.



Irgendwann erreichten wir Himmelstadt und liefen an der Schleuse vorbei mainabwärts. Die Schleuse ist eine von 37 Staustufen des 400 km langen Mainabschnitts zwischen Mainz und Bamberg. Sie wurde 1940 in Betrieb genommen und fasst 17.000 Kubikmeter Wasser. Sehr beeindruckend. Danach kam die Kirche St. Jakobus und der erste deutscher Philatelisten-Lehrpfad. Es lebe die Briefmarke. Kann man sich nicht ausdenken.



In Laudenbach folgte dann ein weiterer VP, an dem ich wieder vorbeilief, weil ich dachte am Wendepunkt der Strecke würde noch ein VP folgen. Dort gab es aber nur einen Verkehrskegel auf dem Weg und es ging wieder zurück nach Würzburg. Der Rückweg war dann ziemlich anstrengend. Neben den beiden VPs machte ich noch drei Mini-Pausen. Und eine Eis-Pause. Mit 9 Stunden und 48 Minuten ins Ziel am Lifestyle in Würzburg.



Die gesamte Strecke bestand übrigens aus einem asphaltierten Rad-/Gehweg, die Streckenmarkierungen waren gelbe Pfeile mit Smiley. Der Veranstalter hatte mit vielen Schildern am Wegesrand um Rücksicht gebeten. Aber besonders auf dem letzten Viertel war es dann besonders voll auf dem Weg. Ich laufe auf solchen Wegen lieber auf der linken Seite, andere lieber rechts. Die letzten zwei Kilometer dann Endspurt mit Sascha, einem Mitwanderer. Kurz im Lifestyle pausiert und zurück zum Hotel.


Leider gab es insgesamt vier Blasen und mein geplanter 100er in Magdeburg für vier Tage später ist wohl eine Fehlplanung gewesen. Sehr zweifelhaft wie weit ich dort komme. Rückfahrt mit RE nach Bamberg und ICE nach Leipzig ohne größere Probleme.
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