Am 17.08.2026 ging es im Rahmen der Iron Lake Challenge zum Wallendorfer See in die Elster-Luppe-Aue. Der Wallendorfer See und der Raßnitzer See sind mit der Busline 724 vom S-Bahn-Haltepunkt Schkeuditz zu erreichen. Dorthin kommt man mit der S-Bahn S3. Zurzeit wegen Bauarbeiten zum Teil mit SEV (Bus S3). Für den Wallendorfer See fährt man bis Burgliebenau, wo einen eine schön gestaltete Bushaltestelle erwartet.



Die beiden Seen liegen auch am Radweg Halle-Leipzig. Der Wallendorfer und der Raßnitzer See entstanden als Bergbaufolgelandschaft nach der Einstellung des Braunkohleabbaus aus Restlöchern des Tagebaus Merseburg-Ost. Von 1991 bis 1998 wurde der heutige See saniert und mit Wasser der Weißen Elster gefüllt. Der See scheint sich aber auch mit Grundwasser zu füllen, dass man abpumpen musste.



Auf einem Weg neben einer Art Liegewiese mit dem Burgliebenauer Badesteg ging es zum Dammweg, der den Wallendorfer See von der nebenliegenden Kiesgrube trennt. Über den Kiesgrubensee sieht man das Braunkohlekraftwerk Schkopau mit 900 Megawatt Nettoleistung. Dieses liefert Strom für die öffentliche Versorgung und für das benachbarte Chemiewerk. Eigentümerin ist die Saale Energie GmbH, die dem tschechischen Energiekonzern EPH gehört.



Die Kiesgrube ist ansonsten ein Vogelparadies. Kleine Inselchen und in den See gebaute Konstruktionen dienen den Flugsauriern als Landeplätze. Der Dammweg wird dann sogar asphaltiert. Von den beiden Holzbänken ist eine aber durchgebrochen. Der Weg biegt dann nach links ab und führt entlang einer alten Bahnlinie. Züge fuhren da nicht mehr, eventuell wurde da früher der Kies abtransportiert.



Dann gelangte ich zum Ableiter. Dieser wurde 2024 eingeweiht. Der 750 Meter lange Ableiter führt zur Luppe und führt das überschüssige Seewasser ab. Das das Wasser stärker salzhaltig ist (es wurde Salzkohle abgebaut) musste die Luppe auch eine größere Wassermenge führen, um das Seewasser zu verdünnen. Leider hatte der Ableiter den Quietscheentchentest nicht bestanden. In Löpitz gab es dann noch einen Badesteg. Bitte nur 15 Personen.



An der Südseite wurde ein Keltischer Baumkreis angelegt. Für die Kelten waren Bäume Lebewesen mit einer besonderen Bedeutung. Nach dem keltischen Jahreskalender teilt sich das Jahr in 39 Abschnitte, die wiederum von 21 Bäumen regiert werden. Irgendwelche Horoskop-Behelfs-Druiden haben das am See nachgebaut. Um die Kinder nicht zu verblöden, wurden die Bäume vorsichtshalber eingezäunt.



Eingezäunt war dann auch der folgende Strandbereich. Und auch gleich mit einem Elektrozaun. Noch ein Badesteg für 15 Personen, dann folgte ein Einleiter: der Abfluss des Raßnitzer Sees. Dieser war liebevoll bemalt. Die Seeumrundung hatte am Ende fast 10 Kilometer und im letzten Teil (sagte Komoot) habe ich einen Gipfel „Hirschhügel“ erklommen. Ich bin aber an dem Aussichtshügel vorbeigelaufen.



Am Ende der Seerunde habe ich noch ein bisschen aufgedreht: bis 8 km/h. Zurück ging es wieder mit dem Bus 724 zum S-Bahn-Haltepunkt Schkeuditz. Dann mit dem SEV-Bus S3 zu Slevogtstraße in Leipzig und dann weiter mit der S-Bahn S3. Der nebenliegende Raßnitzer See ist für den 19.08.2026 geplant. Und die ganze Welt weiss nun, dass der kleine Linus in die Schule geht.



Alle von mir umrundeten Seen findet ihr unter Iron Lake Challenge Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen und andere Challenges unter rockyourgoal.de.