Nun zum schwierigsten See der Iron Lake Challenge Sachsen-Anhalt. Schwierig ist aber nicht die Seeumrundung, sondern den See mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Bushaltestelle am See heißt „Arendsee, Klosterkirche“. leider findet der DB-Navigator meist eine Verbindung mit Rufbus, den man zwei Stunden vorher anmelden müsste. Nichts für mich.



Am 15. August 2026 ging es also mit der S-Bahn S5X nach Halle, dann mit dem RE30 nach Magdeburg und dann mit dem RE20 nach Salzwedel und weiter mit dem Bus 200 nach Arendsee. 07:29 Uhr losgefahren und 12:38 Uhr aus dem Bus geklettert. In Salzwedel gab es dann zwischendurch fast eine Stunde Aufenthalt, mit Schokoriegel aus dem Snackautomaten



Der Bus 200 hatte kostenloses WLAN und eine nette Busfahrerin. Die Klosterkirche und der Rest des Klosters gehören zu einem ehemaligen Benediktinerinnen–Kloster der Askanier. Im Klostergarten gibt es eine Bühne, auf der Veranstaltungen stattfinden, u.a. am 29. August der MDR-Kultursommer. Dort stehen auch zwei Mühlensteine und im ehemaligen Hospital des Klosters gibt es ein Museum.



Ich startete dann das Tracking und lief erstmal die Straße „Amtsfreiheit“, am Kluthturm (Glockenturm des Klosters) vorbei, entlang und gelangte zu einem Aussichtspunkt mit Wasserkaskade. Dort führten dann Treppen nach unten zur „Seepromenade“. Das ist ein größtenteils nicht versiegelter Weg, der um den See führt. An der Südseite des Sees gibt es viele Seegrundstücke, unterbrochen von Aussichtpunkten, an denen man auf den See gucken kann und ein schönes Holzhaus.



An der östlichen Seite des Sees folgte nun ein Strandbad und ein Campingplatz. Dort war eine Menge Trubel und es gab allerhand Attraktionen. Auch dort gab es keinen freien Zugang zum See, sondern einen ewig langen Zaun. Und Linden. Bis zur Nordseite ging es nun gemütlich durch den Wald. Sehr angenehmes Wandern und ein paar nicht relevante Höhenmeter. Im Norden des Sees folgte nun Zießau mit einer Badestelle für Dinosaurier und einer für Menschen, der Fischerei Kagel und viel Sonne von oben.



Der Arendsee entstand durch Erdfälle. Grundwasser hatte Hohlräume im Salzstock ausgewaschen, die um 822 großflächig einbrachen und sich dann in den 50 Meter tiefen See verwandelten. Der letzte bekannte Erdfall war am 25. November 1685, wobei eine Mühle versank. Eine Sage berichtet, der Name des Müllers sei Arend gewesen. Auf der westlichen Seite gab es nun noch den Ort Schrampe mit weiteren Seegrundstücken. Geld zuhause vergessen – kein Eis mit Kreditkarte. Treppen nach oben zur Klosterkirche.



Nach fast einer Stunde Wartezeit kam der Bus 200 mit derselben netten Busfahrerin. Diesmal stieg ich schon in Pretzier aus, lief dort 300 Meter zur Bahnstation und erreichte noch den RE20 nach Magdeburg, den ich in Salzwedel verpasst hätte. Oder auch nicht: Der Zug hatte furchtbar Verspätung, so das nur 3 Minuten Umsteigezeit blieben. Sprint zum RE30. In Halle hatte die S5 massive Verspätung, da der City-Tunnel mehrere Stunden gesperrt werden musste. 20:00 Uhr zuhause.



11 Stunden Fahrzeit für fast zwei Stunden wandern. Harte Challenge. Alle von mir umrundeten Seen findet ihr unter Iron Lake Challenge Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen und andere Challenges unter rockyourgoal.de.